NatUrwald-Garten Baden

Naturwaldgarten Baden, Eisvogel, Naturort 16

Eisvogel und Co…

Fischteich des Klosters Wettingen, Rückhaltebecken für Abwasserspitzen, Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung - die Nutzungsgeschichte der Dättwiler Weiher. Heute Lebensraum für Ringelnatter, Teichrohrsänger, Teichhuhn, diverse Fledermausarten, mehr als 13 verschiedene Libellenarten, Schwertlilien und vieles mehr. Und für uns Menschen aus einer Stadt vielleicht Raum für Entdeckungen? Lassen Sie sich überraschen - in jeder Jahreszeit.

Informationen zum Projekt

Im Jahr 2005 wurde der Ortsbürgergemeinde Baden der Binding Waldpreis für vorbildliche Waldpflege verliehen. Das Jahresthema lautete «Lebensraum Stadtwald».

Ein Teil des Preisgeldes sowie zusätzliche Mittel eines Sponsors erlaubten dem Stadtforstamt und der Stadtökologie Baden den Aufbau der Website NatUrwald-Garten, mit dem Ziel, dem vielbeschäftigten Stadtbewohner die Möglichkeit zu bieten, die Natur von zu Hause aus neu zu erfahren und zu entdecken. Während 3 Jahren wurde auf einer monatlich erweiterten Internetseite gezeigt, wie vielfältig, einzigartig und sehenswert der NatUrwald-Garten Baden ist.

Die Fotos schoss Walter Schwager, ehemaliger Fotograf der Aargauer Zeitung. Als Abschluss des Projektes wurde eine Broschüre mit Plan gestaltet. Diese Broschüre liegt im Stadtbüro und im Info Baden auf und kann beim Stadtforstamt bestellt werden.

Mithilfe des Kartenausschnitts können die beschriebenen attraktiven Ausflugsorte auf kleinen Wanderungen und Spaziergängen besucht werden.
Kartenausschnitt: Legende_Plan [pdf, 417 KB]

Badener Natur - saisongerecht   Broschuere [pdf, 1.58 MB]

Broschüre online bestellen

Januar

Naturwaldgarten Baden, Festessen, Naturort 1

Ein Festessen muss es sein...

Das rote Fruchtfleisch zu geniessen - und rundherum erstarrt alles vor Kälte. Nur wer fit ist, überlebt die frostige Zeit. Je kleiner der Vogel, umso mehr Energie ist nötig, um nicht zu erfrieren. In den kalten Nächten werden grosse Energiemengen verheizt, die täglich aufgefüllt werden müssen. Die knallroten Beeren des gemeinen Schneeballs können für Amsel und Drossel überlebenswichtig sein. Und für unsere Seele sind die Farbtupfer Balsam in der kargen Jahreszeit - auch neben der Thujahecke im Garten würden sie sich gut machen oder? Und welche Beeren sind das?
www.baumkunde.de

Naturwaldgarten Baden, Moosbett, Naturort 2

Ein weiches Moosbett

Moose sind kleine Pflanzen, die in der Natur überall dort wachsen, wo es feucht ist - auch auf Bäumen. Moose sind vor etwa 400 Millionen Jahren aus Algen entstanden. Heute gibt es weltweit ca. 16 000 Arten.
Für den Menschen ist heute vor allem Torf wichtig, der aus dem Moos «Sphagnum» besteht und in Hochmooren abgebaut wird. Der Torf wird in Gartenerde oder als Brennstoff benutzt. Aber auch als Wundkompressen im zweiten Weltkrieg oder als Babywindel bei Naturvölkern kam das Torfmoos zur Anwendung. Früher war Moos Füllmaterial für Matratzen.
www.farnfreunde.ch

Naturwaldgarten Baden, Wasseramsel, Naturort 3

Wasseramsel

Wer in der kalten Winterzeit den Uferweg unterhalb der Holzbrücke entlang geht, wird sich über einen leise plätschernden Gesang wundern, der aus dem Fluss zu kommen scheint. Es ist die Wasseramsel, die hier häufig auf den Steinen sitzt. Sie ist der einzige Singvogel mit gefüllten, schweren Knochen, damit sie gut tauchen kann. Unter Wasser «fliegt» sie, indem sie geschickt die Strömung ausnützt. Ihre Nahrung sind hauptsächlich Köcher- und Steinfliegenlarven, die sie von den Steinen abliest.
Die in der Nähe der Wasseramsel oft zu beobachtende Bergstelze fällt durch ihren gelben Bauch auf.

Februar

Naturwaldgarten Baden, Flexibilität, Naturort 4

Flexibilität als Lebensprinzip...

Was verbindet den Blaustern auf unserem Bild mit dem Buschwindröschen, dem Scharbockskraut, dem Lungenkraut und dem Leberblümchen?
Alle sind sogenannte Frühblüher, das heisst, sie benötigen zu ihrer Entwicklung einen hohen Lichtgenuss und blühen daher bereits vor dem Laubaustrieb der Bäume. Ab Ende Mai, wenn das Blätterdach von Buchen, Eichen, Ahornen usw. den Wald dunkel macht, vegetieren sie unscheinbar weiter und bereiten sich auf den "nächsten Auftritt" im kommenden Frühling vor.

Naturwaldgarten Baden, Mensch und Natur, Naturort 5

Mensch und Natur

Die prächtig blühenden Krokusse (crocus albiflorus) unter der alten Buche beim Eingang zur Villa Boveri in Baden sind ein Musterbeispiel wie die Menschen die Schönheit - Begriff im klassischen, auf die griechische Antike zurückzuführenden Sinne verstanden - der Natur durch feine Interventionen steigern wollten. In englischen Landschaftsgärten sind solche Bilder seit dem 17. Jahrhundert zu sehen.
www.de.wikipedia.org/wiki/Krokusse
www.abb-wfs.ch/Villa_Boveri

Naturwaldgarten Baden, Buschwindröschen, Naturort 6

Busch – Wind - Röschen

Wer hat nicht als Kind die feinen weissen Blumen gepflückt, die als erste aus dem dunklen Waldboden heraus sprossen? Es sind die Buschwindröschen, über die es Aussergewöhnliches zu erzählen gibt: z. B., dass sie giftig sind und in sehr hohen Dosen sogar tödlich sein können. Oder, dass die Bienen sie nicht etwa wegen der weissen Farbe aufsuchen, sondern wegen des UVs, das die Blüte für die Insekten dunkel erscheinen lässt. Oder, dass sich die Blüten nachts oder bei Regen schliessen, weil die Zellen auf der Aussenseite dann schneller wachsen als im Innern.

März

Naturwaldgarten Baden, Kurpark, Naturort 7

Marco Polo und Kurpark?

Marco Polo (1254 - 1324) erwähnte in seinen Reiseberichten aus dem Fernen Osten diverse exotische Pflanzen. Viele davon wurden seit dem frühen 17. Jahrhundert durch die East India Company nach Europa gebracht zur Zierde von fürstlichen Parkanlagen.
Im 1875 gegründeten Badener Kurpark finden sich diverse prächtige Bäume aus fernen Landen - unter anderem die imposante Magnolie. Ein naher botanisch Verwandter ist der Tulpenbaum - auch er wächst in Baden an diversen Orten.

Naturwaldgarten Baden, Himmelsschlüssel, Naturort 8

Elfen und Himmelsschlüssel

Die Schlüsselblume - erster Bote des Frühlings - ist von vielen Sagen und Mythen umwoben. Eine Legende besagt, dass einst Petrus den Schlüssel für die Himmelstüre auf die Erde fallen liess und dort Blumen mit gelben Blüten in Form des Himmelsschlüssels wuchsen. Nordische Mythen erzählen, dass die Pflanze von Elfen und Nixen geliebt und beschützt wird. Auch wird von einer Sagengestalt berichtet, die auf ihrer Krone einen großen goldenen Schlüssel trägt und der Pflanze die Gabe verleiht, verborgene Schätze aufzuspüren.
www.natur-lexikon.com

Naturwaldgarten Baden, Hummeln, Naturort 9

Nektarräuber Hummeln

Unter den noch unbelaubten Bäumen der Limmatpromenade leuchten die purpur-weissen Bestände des Lerchensporns. Nicht nur wir, sondern auch die ersten Insekten freuen sich an den farbigen Blumen. Langrüsslige Bienen kriechen in die Blüten hinein und saugen den Nektar aus dem langen Sporn heraus. Auf diese Weise bestäuben sie die Plfanze. Kurzrüsslige Hummeln beissen den Sporn kurzerhand von aussen an und nehmen den Nektar auf – ohne die Pflanze zu befruchten, leider.
www.de.wikipedia.org/wiki/Hummeln

April

Naturwaldgarten Baden, Akrobaten, Bild Fritz Sigg, Naturort 10

Gesellige Akrobaten

Zurück aus den Winterferien südlich der Sahara bereiten sich die Alpensegler auf die Brutsaison vor.
Im Estrich des Landvogteischlosses bessern 35 Brutpaare ihre Nester aus. Das Baumaterial sammeln sie in der Luft: die braunen Hüllblätter von Buchenknospen.
Die wendigen Flieger verbringen den grössten Teil ihres Lebens in der Luft. Sie erbeuten bis zu 900 Insekten und Spinnen – pro Stunde!Mit etwas Geduld kann man beobachten, wie sie eine halbe Stunde vor dem Eindunkeln unter dem Dach des Landvogteischlosses verschwinden.
www.vogelwarte.ch

Naturwaldgarten Baden, Bäriger Lauch, Naturort 11

Ein Bäriger Lauch

Unter anderem auch Hexenzwiebel genannt, ist der Bärlauch mit unserer Hauszwiebel, dem Schnittlauch und dem Knoblauch verwandt. Für Bären ist diese Pflanze eine erste Nahrung nach dem Winterschlaf. Der Name leitet sich angeblich von dieser Vorliebe ab. Vor der Blüte sind die jungen Blätter auch für uns essbar (Verwechslungsgefahr mit den hochgiftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen) .
In feuchten und schattigen Wäldern findet man den blühenden Bärlauch in dieser Jahreszeit leicht, wenn man dem starken Geruch nach Knoblauch folgt.

Naturwaldgarten Baden, 26.4.-1.5. Naturort 12

26. April bis 1. Mai ...

Dies ist der Zeitraum in in welchem wir Jahr für Jahr erleben dürfen, wie die Wälder auf einen Schlag grün werden. Warum so genau?
Der Austrieb der Blätter ist bei Bäumen hauptsächlich genetisch bestimmt und variiert nur leicht je nach Witterungsverhältnissen in den Wochen vor dem Austreiben.
Der angegebene Zeitraum gilt für die Baumart Buche in unserer Region. Ob dies vor dem Hintergrund der laufenden Klimaveränderung auch in Zukunft so sein wird?

Mai

Naturwaldgarten Baden, Warz ab, Naturort 13

Warz ab...

Eine fleissige Pflanze ist das wunderbar gelb leuchtende Schöllkraut. Sein lateinischer Name deutet auf Schwalben hin, weil das Kraut bei Ankunft der Schwalben zu blühen beginnt und erst mit ihrer Abreise verblüht. So sind Samen und Blüten den ganzen Sommer über nebeneinander sichtbar. Das Schöllkraut liebt die Nähe von Mauern. Es gehört zur typischen Ruinenvegetation. Haben Sie eine Warze auf der Haut? Brechen Sie einen Stängel ab und tupfen Sie den gelben Saft auf die Stelle und kommen Sie morgen und übermorgen wieder. Die giftigen Alkaloide ätzen die Warze aus der Haut.

Naturwaldgarten Baden, Zeit, Naturort 14

Zeit

Vor 150 Mio. Jahren das Jurameer, vor 9 Mio. Jahren die Entstehung der Lägern, vor 2000 Jahren die Rodung des Waldes für Ackerbau und Weidewirtschaft und seit 100 Jahren der Bau eines Häusermeeres. Das «Dreiländereck» wo Baden, Fislisbach und Neuenhof aneinandergrenzen - ein wunderbarer Punkt zum Innehalten.
Denkanstösse unter:
Broschuere_Geo_Pfad [pdf, 989 KB]

Naturwaldgarten Baden, Wander der Zeiten, Naturort 15

Wandel der Zeiten

Ein Apfelbaum im Walde - Zeuge einer früheren landwirtschaftlichen Nutzung in diesem Gebiet.
Der Wildapfel ist ein selten gewordener Waldbaum. Unsere heutigen Äpfel sind ein Kreuzungsprodukt südwestasiatischer Wildäpfel. Schon die Römer sollen 30 Sorten gekannt haben.

Juni

Naturwaldgarten Baden, Eisvogel, Naturort 16

Eisvogel und Co…

Fischteich des Klosters Wettingen, Rückhaltebecken für Abwasserspitzen, Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung - die Nutzungsgeschichte der Dättwiler Weiher. Heute Lebensraum für Ringelnatter, Teichrohrsänger, Teichhuhn, diverse Fledermausarten, mehr als 13 verschiedene Libellenarten, Schwertlilien und vieles mehr. Und für uns Menschen aus einer Stadt vielleicht Raum für Entdeckungen? Lassen Sie sich überraschen - in jeder Jahreszeit.

Naturwaldgarten Baden, Schafe; Naturort 17

Schaf der Wikinger?

Ob es sich bei den Skudden tatsächlich um das Schaf der Wikinger oder um einen direkten Nachfahr jungsteinzeitlicher Schafe handelt, ist ungeklärt. Sicher ist, dass die Ursprungsgebiete der Skudde-Schafe karge, sandige Weideflächen mit Steppengras, Heidekraut, Birken und Föhren sind. So sind sie ideal für das Offenhalten der Vegetation am Martinsberg. Sie liefern zudem schmackhaftes Fleisch und Wolle, die gut zu Produkten verarbeitet werden kann. Am 18. Oktober 2008 können Sie sich an einem Marktstand zu Skudden-Schafen selbst davon überzeugen.

Naturwaldgarten Baden, Schlaraffenland, Naturort 18

Schlaraffenland

Der Natternkopf mag steinige, karge Böden und gedeiht darum prächtig auf der kürzlich naturnah umgestalteten Strasseninsel. Hummeln, Schwebfliegen und Bienen sind nicht nur auf seinen Blüten zu entdecken, sondern auch auf Wilden Möhren, Johanniskraut, Thymian und zahlreichen weiteren Wildpflanzen. Auch für Passanten sind diese Pionierpflanzen eine Augenweide.

Juli

Naturwaldgarten Baden, Licht und Schatten, Naturort 19

Licht und Schatten …

finden Sie in einer besonderen Atmosphäre an einem heissen Sommertag im Badener Eibenwald. Baum des Todes, der Hoffnung und des ewigen Lebens sind Symbole, die die Eibe seit Jahrtausenden tief in der Volksseele verankerten. Schattenertragend, langsam wüchsig sowie ein hartes und trotzdem elastisches Holz (Pfeilbogen) produzierend, sind Eigenschaften, die das Vorkommen in unseren Wäldern ebenfalls seit langer Zeit steuerten.
Informationen Projekt Förderung seltener Baumarten / Eibe (Link noch erstellen)

Naturwaldgarten Baden, Heidkraut, Naturort 20

Heideromantik in Baden?

Das Heidekraut (Calluna vulgaris) - auch Besenheide genannt - ist eine typische Pflanze in den Moorlandschaften Nord- und Osteuropas. Das Vorkommen in Baden geht auf die Riss-Eiszeit (vor ca. 180'000 - 240'000 Jahren) zurück. Saure, nährstoffarme, sonnige sowie trockene und wechselfeuchte Böden sind der bevorzugte Standort. Diese Bedingungen finden sich entlang der Krete vom Gipfel des Kreuzliberges bis fast zur Herzoghütte.
www.de.wikipedia.org/wiki/Besenheide

Naturwaldgarten Baden, Lindenblüten, Naturort 21

Baum der heilenden Blüten

Wer kennt ihn nicht – den Lindenblütentee mit seiner beruhigenden und heilenden Wirkung. Die Sommer – und die Winterlinde – sind vielfältigst mit der abendländischen Menschheitsgeschichte verbunden. Sei es als heiliges Holz für das Schnitzen von Holzskulpturen, sei es als Gerichts- und Versammlungsort bei den Germanen, sei es als Treffpunkt der Liebenden oder sei es als Bienenweide. Geniessen Sie den Duft des blühenden Lindenwaldes im Unterwilerberg.

August

Naturwaldgarten Baden, Älteste Badenerin, Naturort 22

Älteste Badenerin …

Eine Stieleiche mit einem Stammdurchmesser von 1,5 und einer Höhe von 30 Metern ist mit rund 260 Jahren das älteste Lebewesen im Badener Wald (Gemeindegebiet?) Die vielen toten Äste in der Baumkrone, das intensive Austreiben von kurzen Zweigen entlang der Stammachse sowie die unterdurchschnittliche Blattgrösse sind eindeutige Indizien für die reduzierte Lebenskraft dieses Baumes. In dieser Phase des Lebenszyklus bildet eine Eiche Lebensraum für rund 300 verschiedene Tier(Insekten)-Arten.

Naturwaldgarten Baden, Geissberg, Naturort 23

Es meckert am Geissberg

Wärme- und lichtliebende Pflanzen und Tiere lieben den Geissberg. Junge Bäume beschatten die offenen Stellen immer wieder. Bisher wurden sie maschinell niedergehalten. Erstmals werden in diesem Jahr Geissen dafür eingesetzt. Sie fressen sehr gerne Blätter, Knospen und Rinde – so sind sie ausgesprochen geeignet, verbuschte Stellen offen zu halten. Früher weideten am Geissberg (Name!) vor allem Geissen von ärmeren Leuten ohne eigenes Land. Oft so intensiv, dass der Wald flächig geschädigt wurde. Heute werden die Tiere zur Aufwertung von speziellen Waldstandorten eingesetzt.

Naturwaldgarten Baden, Mauerblümchen, Naturort 24

Mauerblümchen

Bei Natursteinmauern lohnt sich das genaue Hinschauen. Zahlreiche Pflanzen trotzen den extremen Lebensbedingungen. Pioniere sind Algen, Flechten und Moose. Diese nutzen Nährstoffe aus dem Regenwasser und der Luft. Blütenpflanzen wie das Zimbelkraut (kleines Bild) benötigen etwas Feinerde in den Fugen und Ritzen. Dessen befruchteten Blüten wenden sich vom Licht ab. So fallen die Samen direkt in die Mauerritzen. Auch zahlreiche, meist unscheinbare Tiere hausen in den Fugen. Lupe nicht vergessen.

September

Naturwaldgarten Baden, Pilzzeit, Naturort 25

Jetzt ist Pilzzeit …

Leckere Speisepilze, gefährliche Giftpilze, mysteriöse Halluzinogenpilze, tellergrosse Baumschwämme usw. - all dies zeigt sich jetzt im Wald in seiner ganzen Vielfalt. Zum unermesslichen Reich der Pilze gehören aber auch mikroskopisch kleine Winzlinge wie Hefepilze, die das Backen und Brauen ermöglichen, Schimmelpilze aus dem das lebensrettende Penicillin gewonnen wird sowie die Gruppe der holzabbauenden Pilze, die für die ständige Erneuerung des Waldes sorgen.
Weitere Informationen: www.pilze.ch 

Naturwaldgarten Baden, Marroni, Naturort 26

Marroni – auch in Baden

Die Klimaerwärmung produziert Gewinner und Verlierer. Ein Gewinner in unserer Region wird die Edelkastanie sein. Bis heute stehen nur wenige Exemplare in den Wäldern und Gärten - diejenigen am Kirchweg gehören zu den Ältesten.
PS: Weitere Anregungen für Naturentdeckungen in Baden:
www.baden.ch/Trails+Parcours
www.gehoelze.ch

Naturwaldgarten Baden, Teufelskeller, Naturort 27

Der Teufelskeller

Wer kennt ihn nicht?
Zwischen Himmel und Hölle wachsen bis zu 50 m hohe Bäume. Höhlen und Nagelfluhobelisken geben Hinweise auf die Entstehung des 70 ha grossen Badener Naturwaldreservates, vor den Toren der Stadt. Der Fussweg durch die 20 ha grosse Lotharschadenfläche zeigt, wie die Natur eine Katastrophe ohne Hilfe des Menschen bewältigen kann.
www.wald.baden.ch/Teufelskeller
Broschuere_Geo_Pfad [pdf, 989 KB]

Oktober

Naturwaldgarten Baden, unter Eichen, Naturort 28

Unter Eichen wachsen die besten Schinken ...

Herbst - Zeit der Ernte, der Nebel und der Farben. Die bei uns dominierenden Buchen und Eichen prägen mit ihrem gelb-braun verfärbten Laub die Landschaft. Die Früchte der Eichen - die Eicheln - sind ein ideales Futter für die (Wild-) Schweine. Angeblich gibt dies den besten Schinken....
Und übrigens: Verfärben sich eigentlich alle Laubwälder auf dieser Erde im Herbst so prächtig? Welche Baumart produziert welche Farbe? Was geschieht mit den Tonnen von Laub, die jeden Herbst auf den Waldboden fallen? Gibt es einen Unterschied zu Ihrem Garten?

Naturwaldgarten Baden, Schlehe/Schwarzdorn, Naturort 29

Sauer macht lustig

Die Schlehe (auch Schwarzdorn genannt) ist wahrscheinlich Vorfahre unserer Zwetschgen und Pflaumen. 137 Kleintiere finden im Schlehenbusch Nahrung, darunter Wildbienen, Schmetterlinge und viele Vögel. Der Neuntöter spiesst an den Dornen der Schlehe seinen Vorrat an Beutetieren auf.
Die sauren Früchte enthalten viel Vitamin C und schmecken roh ausgesprochen herb. Nach den ersten Frösten werden sie deutlich milder. Sie lassen sich auf verschiedenste Art verarbeiten.

Naturwaldgarten Baden, bunter Sonnenschutz, Naturort 30

Bunter Sonnenschutz

Die gelbe und rote Färbung der Blätter entsteht, wenn im Herbst das Chlorophyll (der grüne Farbstoff) abgebaut wird und so andere Farbpigmente in den Blättern zum Vorschein kommen. Sie dienen als eine Art UV-Filter, ähnlich denen in Sonnenschutzcremes. In den herbstlichen Morgenstunden ist ein Baum nämlich Licht- und Kältestress ausgesetzt. Diese Kombination hemmt die Fotosynthese. Durch den Schutz erhält der Baum drei zusätzliche Wochen Fotosynthese. Diese hört nicht auf, wenn sich die Blätter färben.

November

Naturwaldgarten Baden, Farne, Naturort 31

Kohle und Öl waren grün

Vor 350 Mio. Jahren bedeckten Wälder und baumförmige Farne unsere Erde. Diese bildeten die Grundlage für das Entstehen von unseren heute sehr begehrten Kohle- und Erdölvorräten. Im kahlen, braun-grauen Winterwald leuchtet uns ein botanischer Nachfolger dieser Bäume - die Hirschzunge - glänzend grün entgegen. Der geschützte Farn findet sich im Teufelskeller und im Unterwilerberg auf stark luftfeuchten Fels- und Blockhalden. Die braunen Streifen auf der Blattunterseite enthalten Sporen, die der Verbreitung der Pflanze dienen.

Naturwaldgarten Baden, Spieglein, Naturort 32

Spieglein, Spieglein … Wald

Der Wald als Spiegel des Wandels der unterschiedlichen Nutzungsinteressen ist hervorragend geeignet, uns viel über unsere lokale Geschichte und unsere gesellschaftlichen Wurzeln zeigen zu können. Die Baumdenkmäler sind gute Helfer auf diesem Wege.
Weitere Informationen:
Uebersichtstafel_Lebensbaeume.pdf [pdf, 206.65 KB]
Plakat_Wohnbaeume [pdf, 5.40 MB]

Naturwaldgarten Baden, Männlein im Walde, Naturort 33

Ein Männlein steht im Walde

Ja, da denkt doch jeder an den Fliegenpilz. Fälschlicherweise jedoch, denn gemeint ist die Hagebutte. Das schwarze Käpplein ist der Überrest des Blütenstandes. Der Name weist auf das Vorkommen der Pflanze an Hecken («Hag») hin, während «Butte» von «Butz», «Butzen» (dicke runde Gestalt oder Gefäss) abgeleitet wird. Als Aufguss oder als Marmelade liefern die Früchte einen hohen Anteil an Vitamin C. Und wer kennt nicht das Juckpulver, das aus den mit Widerhaken-Haaren bestückten Kernen hergestellt wird?
Volkslied Volkslied_Ein_Maennlein_steht_im_Walde [pdf, 167 KB]

Dezember

Naturwaldgarten Baden, Raureif, Naturort 34

Raureif oder Schnee?

Nach dem goldenen Herbst warten wir alle auf einen «richtigen Winter». Dazu gehört Schnee - oder ist es bei uns Raureif oder gar Industrieschnee? Mit einer Lupe bewaffnet entdecken Sie selber die Unterschiede bei einem Spaziergang auf der Baldegg. Vielleicht war der Fuchs oder der Feldhase vor Ihnen schon da...

Naturwaldgarten Baden, Thermalquellen Baden, Naturort 35

Wieso Baden Baden heisst

Das Geheimnis für die mysteriös anmutenden Nebelschwaden an kalten Wintertagen über der Limmat liegt 3000 Meter unter der Erdoberfläche. Es sind Thermal-Quellen, welche direkt in den Fluss austreten. Das bis zu 48°C heisse, stark mineralisierte Wasser ist in Baden seit 2000 Jahren bekannt. Schon als die Stadt noch Aquae Helveticae hiess, wurde sie aufgrund ihrer Thermalquellen viel besucht. Auf dem Geopfad finden Sie noch weitere geologische Besonderheiten von Baden.
Broschüre Geo Pfad [pdf, 990 KB]

Naturwaldgarten Baden, Gänsesäger, Naturort 36

Gänsesäger

Immer rauf und runter ... die Gänsesäger sind gute Fischer mit System: Sie lassen sich die Limmat runter treiben und konzentrieren sich voll auf die Fischjagd. Dabei halten sie den Kopf unter Wasser, spähen nach ihrer Beute um sie dann im Tauchgang zu packen. Oft gehen sie gemeinsam vor, damit die Fische nicht entwischen können. Anschiessend fliegen die Gänsesäger im flachen Flug die Limmat hinauf, um wieder von vorne zu beginnen. Gibt es genügend Verstecke in einem Fluss, so sind die Gänsesäger keine Bedrohung für eine Fischpopulation.