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Nachhaltige Holzproduktion

Im Badener Wald wachsen jedes Jahr rund 6‘300 m3 Holz nach. Dieser Rohstoff wird geerntet und an Sägereien sowie Papier- und Spanplattenfabriken im In- und Ausland verkauft. Ein mehr und mehr grösserer Anteil wird vor Ort zur CO2-neutralen Energieerzeugung in Holzschnitzelfeuerungen eingesetzt.

Die in Baden seit rund 200 Jahren praktizierte Holznutzung lässt sich mit eindrücklichen Zahlenreihen als Mengen- und Flächen-Nachhaltigkeitsbeispiel belegen.

Dank der umsichtigen Waldnutzung können der Bevölkerung hochstehende Produkte angeboten werden - aus Baden für Baden. Unser Holz ist FSC und PEFC zertifiziert.
FSC
PEFC

Pappel Stammholz zum Verkauf ab Wald Baden - Bild ecolinnea GmbH

 

Für einen enkeltauglichen Wald: Waldklimaschutzprojekt in Kooperation mit Twerenbold Reisen AG

Am 02. Oktober 2024 präsentierten Stadtoberförster Georg von Graefe, Stadtammann Markus Schneider und Verwaltungsratspräsident Karim Twerenbold im Badener Wald konkrete Massnahmen für einen klimafiten Wald. Die exklusive Partnerschaft im Waldklimaschutzprojekt mit Twerenbold Reisen AG ermöglicht dem Stadtforstamt einen CO2-armen Betrieb und die Stärkung der Biodiversität.

Die Schweizer Forstwirtschaft, sowie das ortsbürgerliche Stadtforstamt Baden, stehen vor grossen Herausforderungen. Wie kann der Wald im Zuge des Klimawandels seine Funktionen wie Erholung, Naturschutz und Holzproduktion weiterhin erfüllen? Der Badener Wald, der über die Hälfte des Gemeindegebiets bedeckt, spielt hier eine Schlüsselrolle. «Der heutige Holzzuwachs wird als wertvoller Rohstoff genutzt, wobei der Holzvorrat des Waldes stets erhalten bleibt», erklärt Stadtoberförster Georg von Graefe. Das Stadtforstamt belässt bewusst mehr Holzvolumen im Wald stehen, als genutzt werden könnte, zugunsten einer zusätzlichen CO2-Speicherung. Die Zertifizierung dieses CO₂-Depots ermöglicht es, Einnahmen zu generieren, die in einen klimafreundlichen Forstbetrieb und Massnahmen zur Biodiversitätsförderung investiert werden. Dank Twerenbold Reisen AG können diese für einen klimafiten Wald umgesetzt werden.

Waldklimaschutzprojekt: CO2-Zertifikate für nachhaltigen Klimaschutz

Das Waldklimaschutzprojekt Baden generiert jährlich 1.600 Tonnen CO2-Senkenzertifikate. Dies entspricht etwa 1250 durchschnittlichen Bäumen. Diese Zertifikate wurden gemäss dem strengen Standard des Vereins Waldklimaschutz Schweiz (ISO14064:2; TÜV Nord zertifiziert) ausgestellt. Sie repräsentieren die CO2-Menge, welche dem durchschnittlichen Ausstoss von 400 Personen in der Schweiz entspricht. Das traditionsreiche Familienunternehmen Twerenbold Reisen AG erwirbt exklusiv die gesamten CO₂-Zertifikate des Badener Waldes. Verwaltungsratspräsident Karim Twerenbold betont: «Unser lokales Klimaengagement für den Badener Wald steht in einer langen Tradition der Verbundenheit mit Baden – seit bald 130 Jahren sind wir hier als Familienunternehmen verwurzelt.»

Massnahmen für einen enkeltauglichen Badener Wald

Der Maschinenpark wird elektrifiziert, um den CO₂-Fussabdruck des Stadtforstamtes zu senken. Der nachhaltige Strom kommt aus der Dättwiler Energiezentrale, welche mit Holz auch aus dem Badener Wald betrieben wird.
Weitere Investitionen fliessen in innovative Projekte wie Keimversuche mit Buchen aus trockenheitstoleranten Regionen, die Förderung von Pionierbaumarten und die Wiedervernässung geeigneter Waldparzellen zur erhöhten Kohlenstoffspeicherung im Waldboden.

Der Badener Wald als Anker gegen den Klimawandel

Die Badener Wald-Klimabaum-Strategie umfasst neben dem Waldklimaschutzprojekt eine Vielzahl an Massnahmen, um den Wald «klimafit» zu machen.

  • Klimawaldinseln: Die Ansiedlung trockenheitstoleranter Baumarten (Orientbuche, Atlaszeder, Kastanie) aus dem Mittelmeergebiet soll in 20–30 Jahren Samenbäume für die Verjüngung des Waldes liefern.
  • Eichenförderung: Alte Eichen werden geschützt. Der Eichenanteil im Badener Wald wird langfristig erhöht, denn es handelt sich dabei um Zukunftsbäume.
  • Kühlung des Waldes: Seit zwei Jahren werden Temperaturen in den Kühlluftkorridoren oberhalb des Alterszentrums Kehl gemessen und die Bevölkerung für die kühlende Waldleistung sensibilisiert.
  • Betriebsplan 2025 – 2039: Priorisierung von Massnahmen im Dreieck Erholungsnutzen – Naturschutz – Bereitstellung der Ressource Holz. Dazu wird aktuell ein langfristiger Plan erarbeitet.

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